Eigenblut-Behandlung bei Erektionsstörungen und Penisverhärtungen / Induratio penis plastica (IPP): Veränderungen der Sexualfunktion oder eine neu auftretende Penisverhärtung mit oft daraus folgender Penisverkrümmung verunsichern viele Männer stark.
Neben etablierten urologischen oft stark invasiven oder operativen Therapien gibt es heute regenerative Behandlungsansätze wie die PRP-Therapie, auch bekannt als P-Shot oder ACP.
PRP steht für Platelet Rich Plasma – also plättchenreiches Plasma, das aus dem eigenen Blut des Patienten gewonnen wird. Beim sogenannten P-Shot (Priapus Shot) wird dieses aufbereitete Plasma gezielt im Bereich des Penis injiziert.
Das Ziel der PRP-Therapie ist es, körpereigene Regenerationsprozesse zu unterstützen. Wachstumsfaktoren aus den Blutplättchen sollen die Durchblutung und die Gewebereaktion positiv beeinflussen. Es handelt sich dabei nicht um ein Medikament, sondern um eine Eigenblutbehandlung.
Erektionsstörungen entstehen häufig durch eine verminderte Durchblutung, Stoffwechselerkrankungen oder altersbedingte Veränderungen der Gefäße.
Die PRP-Therapie kann in bestimmten Fällen eingesetzt werden:
Studien zeigen bei ausgewählten Patienten Verbesserungen der Erektionsfunktion. Gleichzeitig ist die Datenlage noch uneinheitlich, weshalb PRP nicht als Standardbehandlung gilt.
Entscheidend ist daher immer die vorherige Abklärung möglicher Ursachen – denn Erektionsstörungen sind oft auch ein Hinweis auf allgemeine Gefäßgesundheit.
Eine Penisverhärtung entsteht meist durch Narben- oder Plaquebildung im Schwellkörpergewebe. Viele Männer bemerken zunächst Schmerzen bei der Erektion und / oder eine zunehmende Krümmung.
Die PRP-Therapie kann insbesondere in frühen Stadien eingesetzt werden, um regenerative Prozesse zu unterstützen. Ziel ist dabei nicht das „Auflösen“ von Narben, sondern möglicherweise:
In der Regel wird PRP mit anderen Verfahren, beispielsweise der Stoßwellentherapie (ESWT), kombiniert.
Die urologische Behandlung erfolgt ambulant und besteht in der Regel aus folgenden Schritten:
Der Eingriff dauert insgesamt meist weniger als eine viertel- halbe Stunde.
Die Anzahl der ACP-Behandlungen richtet sich nach Erkrankung und Befund. Typischerweise werden mehrere Sitzungen im Abstand von etwa zwei Wochen durchgeführt.
Ein individueller Behandlungsplan wird immer erst nach Untersuchung erstellt.
Die Injektionen werden von den meisten Patienten als gut tolerierbar beschrieben. In bestimmten Gewebebereichen kann ein Druck- oder Spannungsgefühl auftreten. Bei Bedarf kann schmerzlindernd vorgegangen werden.
Internationale Leitlinien bewerten PRP derzeit als ergänzenden, noch nicht standardisierten Therapieansatz. Deshalb legen wir großen Wert auf eine realistische Beratung. Das bedeutet: Die PRP-Therapie kann eine Option sein, ersetzt aber keine fundierte Diagnostik oder etablierte Therapien.
Da ausschließlich Eigenblut verwendet wird, ist die Behandlung meist gut verträglich. Möglich sind:
Vor der Behandlung prüfen wir mögliche Risikofaktoren sorgfältig.
Nicht jede Erektionsstörung oder Penisveränderung lässt sich durch regenerative Verfahren verbessern. Eine sorgfältige medizinische Einschätzung ist daher entscheidend.
Aktuelle urologische Leitlinien bewerten die PRP-Therapie als ergänzenden, noch nicht standardisierten Behandlungsansatz. Das bedeutet: In manchen Situationen sind andere Therapien bzw. die Kombination von verschiedenen Therapiemodulen sinnvoller.
Eine PRP-Behandlung eignet sich meist nicht bei:
Gerade bei der IPP steht häufig zunächst die Beobachtung des Verlaufs oder eine andere konservative bzw. operative Therapie im Vordergrund. Regenerative Verfahren wie PRP werden weiterhin wissenschaftlich untersucht und individuell abgewogen.
Unser Ziel ist daher nicht, jedem Patienten dieselbe Behandlung anzubieten, sondern gemeinsam die Therapie zu finden, die in Ihrer persönlichen Situation die besten Erfolgsaussichten bietet.
Ein möglicher Effekt tritt nicht sofort, sondern meist nach mehreren Wochen ein. Wie lange eine Verbesserung anhält, ist individuell unterschiedlich. Studien zeigen unterschiedliche Zeiträume, weshalb keine feste Wirkungsdauer garantiert werden kann. In manchen Fällen sind Auffrischungsbehandlungen sinnvoll.
Gerne informieren wir Sie transparent im Vorfeld über die zu erwartenden Kosten.
In unserer urologischen Facharztpraxis in Esslingen nahe Stuttgart beraten wir Sie ausführlich, ob diese Therapieform für Sie medizinisch sinnvoll sein kann – immer auf Basis einer fundierten Diagnostik und realistischer Erwartungen.
Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um den P-Shot.
Die Kosten liegen bei ca. 250 € pro Behandlungssitzung. Wie viele Sitzungen sinnvoll sind, hängt stark von der Ausgangssituation ab. Manche Patienten benötigen nur wenige Anwendungen, andere profitieren von einer Behandlungsserie im Abstand von etwa zwei Wochen.
Uns ist wichtig: Vor Beginn besprechen wir transparent, welcher Aufwand realistisch ist und ob die Behandlung in Ihrem Fall überhaupt sinnvoll erscheint. Eine Therapie sollte nur dann erfolgen, wenn ein nachvollziehbarer medizinischer Nutzen zu erwarten ist.
Die PRP-Behandlung gehört derzeit nicht zu den Standardleistungen der gesetzlichen Krankenkassen und wird daher meist nicht übernommen. Private Krankenversicherungen entscheiden teilweise individuell, abhängig vom Tarif und der medizinischen Begründung. Eine Kostenübernahme vorab ist ggf. empfohlen.
Die meisten Patienten beschreiben die Behandlung als ungewohnt, aber gut auszuhalten. Vorübergehend kann ein Druck- oder Spannungsgefühl auftreten. Die Behandlung erfolgt schonend und ambulant, und Sie sind danach in der Regel sofort wieder alltagstauglich.
Die PRP-Therapie wirkt nicht wie ein Medikament, das sofort einsetzt. Wenn eine Verbesserung eintritt, entwickelt sie sich meist über mehrere Wochen, da körpereigene Regenerationsprozesse angeregt werden sollen. Wie lange der Effekt anhält, ist individuell unterschiedlich. Manche Patienten berichten über eine länger anhaltende Verbesserung, andere benötigen nach einiger Zeit eine Auffrischung. Eine feste Wirkungsdauer lässt sich medizinisch nicht seriös garantieren.
Prinzipiell kann die Behandlung auch als Stand-alone-Therapie genutzt werden, jedoch zeigt sich erfahrungsgemäß, dass multimodale Therapiekonzepte meistens wirksamer sind.
In unserer Praxis setzen wir die PRP-Therapie daher in der Regel als Bestandteil eines individuell abgestimmten, multimodalen Behandlungskonzepts ein. Dieses kann – je nach Ursache der Beschwerden – unter anderem Stoßwellentherapie (ESWT), Beckenbodenbehandlung, psychosomatische Abklärung, eine mögliche Behandlung eines Testosteronmangels sowie eine Optimierung der allgemeinen Lebensgewohnheiten umfassen.
Wir brauchen ab … Unterstützung in folgenden Bereichen.
– Bereich 1
– Bereich 2
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Ihre Urologie Jan Bergmann mit Team