Moderne Therapieansätze

PRP-Therapie (P-Shot) in der Urologie

Eigenblut-Behandlung bei Erektionsstörungen und Penisverhärtungen / Induratio penis plastica (IPP): Veränderungen der Sexualfunktion oder eine neu auftretende Penisverhärtung mit oft daraus folgender  Penisverkrümmung verunsichern viele Männer stark.

Neben etablierten urologischen oft stark invasiven oder operativen Therapien gibt es heute regenerative Behandlungsansätze wie die PRP-Therapie, auch bekannt als P-Shot oder ACP.

Urologe J. Bergmann im Beratungsgespräch

Was ist die PRP-Therapie (P-Shot)?

PRP steht für Platelet Rich Plasma – also plättchenreiches Plasma, das aus dem eigenen Blut des Patienten gewonnen wird. Beim sogenannten P-Shot (Priapus Shot) wird dieses aufbereitete Plasma gezielt im Bereich des Penis injiziert.

Das Ziel der PRP-Therapie ist es, körpereigene Regenerationsprozesse zu unterstützen. Wachstumsfaktoren aus den Blutplättchen sollen die Durchblutung und die Gewebereaktion positiv beeinflussen. Es handelt sich dabei nicht um ein Medikament, sondern um eine Eigenblutbehandlung.

PRP bei Erektionsstörungen

Erektionsstörungen entstehen häufig durch eine verminderte Durchblutung, Stoffwechselerkrankungen oder altersbedingte Veränderungen der Gefäße.

Die PRP-Therapie kann in bestimmten Fällen eingesetzt werden:

  • bei leichter bis moderater erektiler Dysfunktion
  • wenn Medikamente nicht gut vertragen werden
  • als Ergänzung zu bestehenden Therapien

Studien zeigen bei ausgewählten Patienten Verbesserungen der Erektionsfunktion. Gleichzeitig ist die Datenlage noch uneinheitlich, weshalb PRP nicht als Standardbehandlung gilt.

Entscheidend ist daher immer die vorherige Abklärung möglicher Ursachen – denn Erektionsstörungen sind oft auch ein Hinweis auf allgemeine Gefäßgesundheit.

PRP bei Penisverhärtungen (Induratio penis plastica/IPP)

Eine Penisverhärtung entsteht meist durch Narben- oder Plaquebildung im Schwellkörpergewebe. Viele Männer bemerken zunächst Schmerzen bei der Erektion und / oder eine zunehmende Krümmung.

Die PRP-Therapie kann insbesondere in frühen Stadien eingesetzt werden, um regenerative Prozesse zu unterstützen. Ziel ist dabei nicht das „Auflösen“ von Narben, sondern möglicherweise:

  • eine Stabilisierung des Verlaufs
  • Verbesserung der Gewebeelastizität
  • Reduktion von Beschwerden

In der Regel wird PRP mit anderen Verfahren, beispielsweise der Stoßwellentherapie (ESWT), kombiniert.

urologische Eigenblut-Thearpie bei ED und IPP, Bildquelle: arthrex.com

Ablauf der PRP-Behandlung

Die urologische Behandlung erfolgt ambulant und besteht in der Regel aus folgenden Schritten:

  1. Blutentnahme aus einer Armvene
  2. Aufbereitung des Blutes mittels Zentrifuge, um das plättchenreiche Plasma zu gewinnen
  3. Re-Injektion des PRP in bzw. an den Schwellkörper

Der Eingriff dauert insgesamt meist weniger als eine viertel- halbe Stunde.

Wie viele P-Shot Sitzungen sind notwendig?

Die Anzahl der ACP-Behandlungen richtet sich nach Erkrankung und Befund. Typischerweise werden mehrere Sitzungen im Abstand von etwa zwei Wochen durchgeführt.

  • Bei einer IPP/Penisverhärtung erfolgt die Therapie häufig kombiniert mit Stoßwellenbehandlungen: 6 ESWT und 3-4 P-Shots im 1-2 wöchentlichem Abstand.
  • Bei einer erektilen Dysfunktion werden meist 8 Sitzungen ESWT und alle 2 Wochen eine PRP-Behandlung (4 insgesamt) durchgeführt.

Ein individueller Behandlungsplan wird immer erst nach Untersuchung erstellt.

Ist die PRP-Behandlung schmerzhaft?

Die Injektionen werden von den meisten Patienten als gut tolerierbar beschrieben. In bestimmten Gewebebereichen kann ein Druck- oder Spannungsgefühl auftreten. Bei Bedarf kann schmerzlindernd vorgegangen werden.

Medizinische Wirksamkeit der PRP-Therapie

Internationale Leitlinien bewerten PRP derzeit als ergänzenden, noch nicht standardisierten Therapieansatz. Deshalb legen wir großen Wert auf eine realistische Beratung. Das bedeutet: Die PRP-Therapie kann eine Option sein, ersetzt aber keine fundierte Diagnostik oder etablierte Therapien.

Nebenwirkungen und Risiken des P-Shots

Da ausschließlich Eigenblut verwendet wird, ist die Behandlung meist gut verträglich. Möglich sind:

  • vorübergehende Schwellung oder Bluterguss
  • Druck- oder Spannungsgefühl
  • Sehr selten Infektionen oder stärkere Reaktionen

Vor der Behandlung prüfen wir mögliche Risikofaktoren sorgfältig.

Wann ist eine PRP-Therapie nicht sinnvoll?

Nicht jede Erektionsstörung oder Penisveränderung lässt sich durch regenerative Verfahren verbessern. Eine sorgfältige medizinische Einschätzung ist daher entscheidend.

Aktuelle urologische Leitlinien bewerten die PRP-Therapie als ergänzenden, noch nicht standardisierten Behandlungsansatz. Das bedeutet: In manchen Situationen sind andere Therapien bzw. die Kombination von verschiedenen Therapiemodulen sinnvoller.

Eine PRP-Behandlung eignet sich meist nicht bei:

  • schwerer erektiler Dysfunktion ohne ausreichende Restfunktion
  • ausgeprägten Gefäß- oder Nervenschäden (z. B. nach Operationen oder bei fortgeschrittenem Diabetes)
  • stark ausgeprägter, massiv verkalkter Narbenbildung bei Penisverhärtungen / Induratio penis plastica (IPP)
  • notwendiger schneller mechanischer Korrektur
  • unbehandelten Grunderkrankungen als eigentliche Ursache
  • Angeborener Penisverkrümmung

Gerade bei der IPP steht häufig zunächst die Beobachtung des Verlaufs oder eine andere konservative bzw. operative Therapie im Vordergrund. Regenerative Verfahren wie PRP werden weiterhin wissenschaftlich untersucht und individuell abgewogen.

Unser Ziel ist daher nicht, jedem Patienten dieselbe Behandlung anzubieten, sondern gemeinsam die Therapie zu finden, die in Ihrer persönlichen Situation die besten Erfolgsaussichten bietet.

Wie lange hält der Effekt einer PRP-Behandlung an?

Ein möglicher Effekt tritt nicht sofort, sondern meist nach mehreren Wochen ein. Wie lange eine Verbesserung anhält, ist individuell unterschiedlich. Studien zeigen unterschiedliche Zeiträume, weshalb keine feste Wirkungsdauer garantiert werden kann. In manchen Fällen sind Auffrischungsbehandlungen sinnvoll.

Kosten der PRP- / P-Shot-Behandlung

  • Kosten pro PRP-Behandlung: ca. 250 €
  • Die Behandlung ist in der Regel eine Selbstzahlerleistung
  • Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten meist nicht
  • Private Krankenversicherungen entscheiden individuell

Gerne informieren wir Sie transparent im Vorfeld über die zu erwartenden Kosten.

PRP-Behandlung in Esslingen: Persönliche Beratung beim Urologen

In unserer urologischen Facharztpraxis in Esslingen nahe Stuttgart beraten wir Sie ausführlich, ob diese Therapieform für Sie medizinisch sinnvoll sein kann – immer auf Basis einer fundierten Diagnostik und realistischer Erwartungen.

FAQ zur PRP-Therapie

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um den P-Shot.

Die Kosten liegen bei ca. 250 € pro Behandlungssitzung. Wie viele Sitzungen sinnvoll sind, hängt stark von der Ausgangssituation ab. Manche Patienten benötigen nur wenige Anwendungen, andere profitieren von einer Behandlungsserie im Abstand von etwa zwei Wochen. 

Uns ist wichtig: Vor Beginn besprechen wir transparent, welcher Aufwand realistisch ist und ob die Behandlung in Ihrem Fall überhaupt sinnvoll erscheint. Eine Therapie sollte nur dann erfolgen, wenn ein nachvollziehbarer medizinischer Nutzen zu erwarten ist.

Die PRP-Behandlung gehört derzeit nicht zu den Standardleistungen der gesetzlichen Krankenkassen und wird daher meist nicht übernommen. Private Krankenversicherungen entscheiden teilweise individuell, abhängig vom Tarif und der medizinischen Begründung. Eine Kostenübernahme vorab ist ggf. empfohlen.

Die meisten Patienten beschreiben die Behandlung als ungewohnt, aber gut auszuhalten. Vorübergehend kann ein Druck- oder Spannungsgefühl auftreten. Die Behandlung erfolgt schonend und ambulant, und Sie sind danach in der Regel sofort wieder alltagstauglich.

Die PRP-Therapie wirkt nicht wie ein Medikament, das sofort einsetzt. Wenn eine Verbesserung eintritt, entwickelt sie sich meist über mehrere Wochen, da körpereigene Regenerationsprozesse angeregt werden sollen. Wie lange der Effekt anhält, ist individuell unterschiedlich. Manche Patienten berichten über eine länger anhaltende Verbesserung, andere benötigen nach einiger Zeit eine Auffrischung. Eine feste Wirkungsdauer lässt sich medizinisch nicht seriös garantieren.

Prinzipiell kann die Behandlung auch als Stand-alone-Therapie genutzt werden, jedoch zeigt sich erfahrungsgemäß, dass multimodale Therapiekonzepte meistens wirksamer sind. 

In unserer Praxis setzen wir die PRP-Therapie daher in der Regel als Bestandteil eines individuell abgestimmten, multimodalen Behandlungskonzepts ein. Dieses kann – je nach Ursache der Beschwerden – unter anderem Stoßwellentherapie (ESWT), Beckenbodenbehandlung, psychosomatische Abklärung, eine mögliche Behandlung eines Testosteronmangels sowie eine Optimierung der allgemeinen Lebensgewohnheiten umfassen.

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